Blumensträuße oder einzelne Blumen werden zu vielen Anlässen verschenkt. Ein Blumenstrauß ist eine nette Geste. Er belebt den Raum, in welchem er steht und dient als schöne Dekoration. Leider verwelken Schnittblumen sehr schnell und schon nach wenigen Tagen sieht der Strauß einfach nicht mehr so schön aus wie am ersten Tag. Um länger Freude an den schönen Blumen zu haben, gibt es ein paar Dinge, die es zu beachten gilt. Im Folgenden werden fünf Tipps vorgestellt, die dabei helfen sollen, den Verfall von Schnittblumen so lange wie möglich hinauszuzögern.

Der Transport von Schnittblumen 

Ob die Schnittblumen schneller oder langsamer welken, hängt vor allem von der Wasserzufuhr ab. Wird beim Floristen ein Blumenstrauß gekauft, sollten die Blumen so schnell wie möglich wieder mit Wasser in Kontakt kommen. Es verlangt natürlich niemand, dass bei Blumenkauf eine mit Wasser gefüllte Vase mitgenommen wird. Trotzdem müssen Schnittblumen nicht ohne Wasser auskommen, denn ein feuchtes Tuch oder angefeuchtetes Papier erfüllt seinen Zweck genauso gut. Das Tuch oder Papier kann einfach um das Stielende gebunden werden und schon sind die Strapazen für die Blumen auf dem Heimweg nicht allzu groß. 

Die richtigen Bedingungen hinsichtlich des Wassers schaffen

Ist man zuhause angekommen und möchte die Blumen in die Vase stellen, stellt sich hier die Frage, was beim Wasser zu beachten ist. Viele Menschen, die sich nicht sehr gut mit Blumen auskennen, machen den Fehler, dass sie die Blumen in kaltes Wasser stellen. Genau das sollte jedoch vermieden werden. Die meisten Blumen mögen Wasser, welches Zimmertemperatur besitzt oder noch wärmer ist. Bei Rosen kommt häufig der Tipp zu Ohren, dass der Stängel am Anfang erst kurz in kochend heißes Wasser getaucht werden muss. Ein weiterer Tipp für Schnittblumen ist der, etwas Zucker im Wasser aufzulösen. Tatsächlich können Schnittblumen durch Zucker länger frisch bleiben. Man sollte es damit aber nicht übertreiben, da zu viel Zucker Mikroorganismen anzieht, die zum beschleunigten Welken der Blume sorgen. Um die Bakterien nicht anzulocken, kann ein Nährstofftütchen statt Zucker genommen werden. Das Wasser sollte jeden Tag, spätestens aber alle drei Tage gewechselt werden.

Fäulnis vermeiden

Eine dreckige Vase ist mit Bakterien behaftet, die letztlich dafür sorgen, das Schnittblumen nicht so lange leben wie sie es vielleicht könnten. Aus diesem Grund sollte die Vase zuerst gründlich gereinigt werden bevor die Blume oder der Blumenstrauß hinein getan wird. Fäulnis tritt auch dann schneller auf, wenn Blätter unter der Wasseroberfläche sind. Auch leidet die Wasserqualität, wenn Blätter mit diesem in Kontakt kommen. Aus diesem Grund ist es wichtig, zu schauen, dass alle Blätter am unteren Stängel entfernt werden. Dafür genügt ein Messer. Mit einer Kupfermünze in der Vase kann der Reife- und Fäulnisprozess zusätzlich verzögert werden.

Den Stiel schneiden

Noch viel wichtiger ist, dass der Stiel schräg geschnitten (siehe: Blumen anschneiden) wird bevor die Blume in die Vase getan wird. Dieser Punkt ist unter keinen Umständen zu vernachlässigen, da der Stiel, sobald er etwas angetrocknet ist, weniger saugstark ist und die Wasserzufuhr unzureichend erfolgen kann. Der schräge Schnitt ist deshalb so wichtig, weil damit die größtmögliche Öffnung geschaffen wird, durch welche die Blume Flüssigkeit bekommt. Der Schnitt sollte mit einem scharfen Messer erfolgen und direkt im Anschluss muss die Blume in Wasser gestellt werden. 

Den richtigen Standort wählen

Blumen mögen einen hellen Standort. Trotzdem dürfen Schnittblumen nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Genauso ist Heizungsluft schädlich für die Blumen, da diese dadurch austrocknen. Die Fensterbank ist also nicht unbedingt der geeignete Ort, wenn geheizt wird oder die Sonne direkt durch das Fenster scheint. Zugluft führt auch zu einem schnelleren Verwelken der Blume. Der richtige Standort für Schnittblumen, die lange frisch bleiben sollen, ist kühl, schattig und windstill. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass die Blumen nicht in die Nähe von Obst platziert werden, da das Ethylen, welches von dem Obst ausgeht, den Alterungsprozess der Blumen beschleunigt.